Fünf Jahre Abrahams Herberge
„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen“
Am 30. Oktober feierte die lutherische Auferstehungsgemeinde in Beit Jalah/Palästina ihr 125-jähriges Bestehen und die Eröffnung von Abrahams Herberge vor 5 Jahren.
In den letzten Jahren waren wir mehrmals mit Gemeindegruppen in Abrahams Herberge und haben erlebt, wie sich die Arbeit verändert und entwickelt hat. Nachdem es aufgrund der andauernden Spannungen und der Mauer, die israelische und palästinensische Gebiete trennt, zunächst äußerst schwierig war Juden, Muslime und Christen -wie es die Konzeption dieses Friedensprojektes erfordert- in dem Gästehaus zu versammeln, hat sich ein neuer Schwerpunkt der Arbeit entwickelt: die Förderung der Friedensfähigkeit in der palästinensischen Gesellschaft. Kinder und Jugendliche, die durchweg aus belasteten Familien kommen, lernen Instrumente, bekommen Einzel- und Gruppenunterricht, machen Musik für die Gemeinde und die Stadt.
Das Familienleben in Beit Jalah ist mühsam. Aufgrund von Arbeitslosigkeit und Absperrungen sind die Erwachsenen oft gereizt und gestresst, und sie geben den Druck an ihre Kinder weiter. So ist die Musik eine Möglichkeit für die Kinder, die Belastungen zu kompensieren. Zu israelischen Arabern in Nordisrael hat sich ein lebhafter Kontakt mit Besuch und Gegenbesuchen entwickelt. Daraus wächst ein Verständnis für die Lebensbedingungen diesseits und jenseits der Grenze.
Für Kinder und Jugendliche aus dem nahen Flüchtlingslager entsteht ein Hort mit Spielgruppen, Mittagstisch und Hausaufgabenhilfe.

